2.11.12

Prophetie, nicht Ironie...

Einige ironische (und hoffentlich nicht schooooon wieder prophetische) Anmerkungen zum iPad mini

»Welcher menschenfreundliche Konzern schließt eigentlich eeeendlich die klaffende Lücke zwischen Smartphone und Tablet-Computer? Immerhin wären Situationen konstruierbar, in dem Ersteres zu klein, Letzterer aber zu groß ist!«, schrieb ich Ende Oktober 2010. Und hielt für Ironie, was sich als bloße Prophetie erweisen sollte. 

Prophetie? In diesen Tagen bewirbt Apple sein iPad mini mit der schlichten Kaufanweisung: »Es ist da.« Womit die vom mir skizzierte »Lücke« tatsächlich geschlossen wäre. Derweil stellen Google/Samsung und Microsoft neue Tablet-Modelle vor, die nicht ganz so mini sind. Und worum ging es in meinem Text? Darum:


Immer mehr Elektrospielzeug. Immer mehr Produkte von ungeheurem Nutzen – wie konnte die Menschheit nur Jahrtausende lang darbend ohne sie überleben? Immer mehr geniale Innovationen, immer kürzere Produktzyklen, immer Neues. Neues! Neues. Gigatonne um Gigatonne. Dazu: Der bewusste Verzicht auf »Überqualität« und überlange Lebensdauer, die uns ja doch nur den Spaß am nächsten Neukauf verderben würden. Bittschön, keine Frage nach dem Sinn des rasanten Träumlein-wechsel-Dich-Spiels, in dem das Musst-Du-Haben-Produkt von heute zugleich der Elektroschott von morgen ist, weil dann das brandneue, selbstredend revolutionär andere Musst-Du-Haben-Produkt gekauft werden will.

Sodann ging es um bereits bestehende (Metalle der Seltenen Erden!) und künftige Rohstoffengpässe, an denen selbstverständlich nicht ein völlig irrationales WIrtschaftssystem, sondern der Chinese schuld sein soll. 

Übrigens ist jetzt eine neue Lücke zu konstatieren: Zwischen dem iPhone mit seinem Vier-Zoll-Display und dem iPad mini (7,9 Zoll). Meine Prognose: Das iPhone maxi wird knapp sechs Zoll groß sein.