Dieses Blog ist mittlerweile sieben Jahre alt. Vieles ist gesagt, die kleine Polemik ebenso geschrieben wie die mittelgroße Analyse. Mitunter wiederholte sich Altbewährtes. Gelegentlich versank ich in Arbeit, so dass wenig Raum fürs Bloggen blieb. Seit einiger Zeit findet hier, teils auch bedingt durch eine zwischenzeitliche Erkrankung, nicht viel statt.
Vieles, was 2006 noch als allzu steile These galt, mir Beschimpfungen einbrachte und Freundschaftsabbrüche, ist in bestimmten Milieus im Kern Konsens. Ich denke nur an die Debatten über Geplante Obsoleszenz und Degrowth, die eine gewisse Schnittmenge mit dem SPRUSKO-Ansatz aufweisen.
Also keine neuen Texte hier? Erst einmal nicht. Das wird sich perspektivisch möglicherweise ändern. Bis dahin empfehle ich Ihnen meine Webseite marcusmeier.de, auf der immer wieder journalistische Arbeiten erscheinen, die auch für Leser des SPRUSKO-Blogs interessant sein dürften.
Vielleicht mögen Sie ja auch endlich mal die etwas längeren Texte zum Thema »SPRUSKO-Prinzip« lesen, beginnend hier oder hier oder hier. Einen surferischen Abstecher wert ist auch Stefan Schriddes Webseite »Murks? Nein, danke!«.
Ihr
Marcus Meier
15.6.13
Dieses Blog pausiert baw
26.11.12
Same procedure as every year
Die Mengen von Strom aus Wind- und Solarkraftwerken haben so stark zugenommen, dass die Großhandelspreise sinken. Leidtragende sind vor allem alte Steinkohle- und Gaskraftanlagen.
Und die sinkenden Großhandelspreise? Natürlich werden die Kostenvorteile nicht an die Kunden weitergeben, wenn wir beispieslweise dem Finanzanysten Dirk Morbitzer folgen.
2.11.12
Prophetie, nicht Ironie...
Einige ironische (und hoffentlich nicht schooooon wieder prophetische) Anmerkungen zum iPad mini
»Welcher menschenfreundliche Konzern schließt eigentlich eeeendlich die
klaffende Lücke zwischen Smartphone und Tablet-Computer? Immerhin wären
Situationen konstruierbar, in dem Ersteres zu klein, Letzterer aber zu
groß ist!«, schrieb ich Ende Oktober 2010. Und hielt für Ironie, was sich als bloße Prophetie erweisen sollte.
Prophetie? In diesen Tagen bewirbt Apple sein iPad mini mit der schlichten Kaufanweisung: »Es ist da.« Womit die vom mir skizzierte »Lücke« tatsächlich geschlossen wäre. Derweil stellen Google/Samsung und Microsoft neue Tablet-Modelle vor, die nicht ganz so mini sind. Und worum ging es in meinem Text? Darum:
Immer mehr Elektrospielzeug. Immer mehr Produkte von ungeheurem Nutzen – wie konnte die Menschheit nur Jahrtausende lang darbend ohne sie überleben? Immer mehr geniale Innovationen, immer kürzere Produktzyklen, immer Neues. Neues! Neues. Gigatonne um Gigatonne. Dazu: Der bewusste Verzicht auf »Überqualität« und überlange Lebensdauer, die uns ja doch nur den Spaß am nächsten Neukauf verderben würden. Bittschön, keine Frage nach dem Sinn des rasanten Träumlein-wechsel-Dich-Spiels, in dem das Musst-Du-Haben-Produkt von heute zugleich der Elektroschott von morgen ist, weil dann das brandneue, selbstredend revolutionär andere Musst-Du-Haben-Produkt gekauft werden will.
Sodann ging es um bereits bestehende (Metalle der Seltenen Erden!) und künftige Rohstoffengpässe, an denen selbstverständlich nicht ein völlig irrationales WIrtschaftssystem, sondern der Chinese schuld sein soll.
Übrigens ist jetzt eine neue Lücke zu konstatieren: Zwischen dem iPhone mit seinem Vier-Zoll-Display und dem iPad mini (7,9 Zoll). Meine Prognose: Das iPhone maxi wird knapp sechs Zoll groß sein.
Labels: Computer, Elektronik, Gadget, Hirnrissiges, Konsumklassen-Kampf, Schädliches, Skurriles, Technik
25.10.12
Akkus: Geplante Obsoleszenz!
Nach dem Posting vor ein paar Tagen habe ich dem Akkuskandal und dessen Entdecker Stefan Schridde nun auch meine dieswöchige »Linke und Technik«-Kolumne gewidmet:
»Akku kaputt, Gerät Schrott«
Nicht austauschbare Akkus in Elektrogeräten – für den Murks-Kritiker Stefan Schridde sind sie ein Skandal
Fest eingebaute Akkus seien ein klarer Beleg für geplante Obsoleszenz, für ein vorgeplantes Verfallsdatum von Elektrogeräten, ärgert sich Stefan Schridde. Denn das Gerät könne dann nur so lange genutzt werden, wie der Akku heile bleibe. Der Berliner Betriebswirt listet über 100 Elektrogeräte auf, bei denen das der Fall ist.21.10.12
Keine Wertarbeit – nirgends (678)
Festeingebaute Akkus begrenzen die Nutzungszeit eines Produktes offentsichtlich auf die Nutzungsdauer des festverbauten Akkus und dies ohne Not oder spezifische Anforderung. Technische, konstruktive und sicherheitsrelevante Gründe lassen sich dafür nicht darlegen. Diese Vorgehensweise der Hersteller ist ein klarer Beleg für geplante Obsoleszenz und betrifft mittlerweile mehr als 100 Produkte unterschiedlicher Produktgruppen.
Sony, Samsung, Braun, Apple, Philips, TomTom, Garmin – all diese Firmennamen tauchen in der Liste auf. Stefan Schridde:
Hersteller von Elektro- und Elektronikgeräten, deren Akkus während der Nutzung nicht problemlos und kostenfrei entnommen werden können, verletzen geltendes Recht. Die Produkte durften und dürfen nicht in Verkehr gebracht werden. Verbraucher und Umwelt werden erheblich geschädigt. Politik, Hersteller und Behörden bleiben untätigt.
Labels: Betrug, Computer, Design, Elektronik, Gadget, Konsum, Langlebigkeit, Müll, Schädliches, Serie Keine Wertarbeit, Technik, Verbraucherschutz
Keine Wertarbeit – nirgends (677)
Der Hintergrund war eine Klage wegen Urheberrechtsverletzungen, die eine Firma namens Burst.com gegen Apple wegen des iPods, wegen iTunes und des Programms Quicktime angestrengt hatte. Kramer sollte zugunsten von Apple aussagen, weil ein einmal angemeldetes und ausgelaufenes Patent nicht verletzt werden kann. Kramer tat, worum er gebeten wurde, und Apple konnte den Prozess abwenden. Abgefunden wurde der Erfinder mit einer Beratungsgebühr in unbekannter Höhe – und einem iPod: »Er ging aber schon nach acht Monaten kaputt«, erinnert sich Kramer.
Keine Wertarbeit – nirgends (676)
Ob Handys, Flachbildfernseher oder elektrische Zahnbürsten – Hersteller überschwemmen mit immer neuen Modellen den Markt. Um den Umsatz zu steigern, nutzen einige eine besonders perfide Strategie: Sie bauen ihren Produkten Sollbruchstellen ein, damit diese schneller kaputtgehen. Die Kunden sind ahnungslos

